Julia privat – ganz privat

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Teil 2 – Igelfamilie

Eine Zeitlang war alles im grünen Bereich, bis ich eines Tages bemerkte, die Igelmama ist nicht mehr da und die kleinen Zwerge spazierten allein vor meiner Terrasse . Und das auch noch am Tag. Mein Vermieter hatte dies auch schon bemerkt und klingelte an meiner Tür. Es waren einmal 6 Igelkinder, wir zählten nur fünf. Igelnotruf gewählt und wir bekamen eine kurze Anleitung und eine Adresse. Nun habe ich kurzerhand die Igelkugeln eingesammelt und in meine Transportbox für Katzen gesteckt. Das sollte ich als erstes machen und dann bei der genannten Adresse anrufen. Bei der genannten Adresse wurde mir gleich telefonisch mitgeteilt, das sie einen Aufnahmestopp haben. Auf meine Frage, was das bedeutet, meinte sie ganz freundlich, ich  könnte die Igel vorstellen, müsste sie  aber wieder mitnehmen. Das wollen wir mal sehen meinte mein Vermieter und sagte zu mir- ich fahre mit.
Dort angekommen betraten wir einen Raum mit Boxen, in denen Igelchen waren, wirklich jedes Alter. Die Winzlinge befanden sich in einem Wärmebett, auf einer Wärmflasche und mein Vermieter und ich kamen aus dem Staunen nicht mehr raus.
Sie untersuchte meine Zwerge, wog sie, kennzeichnete sie, bestimmte das Geschlecht, fühlte die Temperatur (wenn das Bäuchlein kalt ist, sieht es schlecht aus) und meinte dann, wir sollen sie in einem Raum unterbringen. OK und wie? Sie gab uns Tipps und meinte zu mir gewandt, in einer Woche kommen sie wieder und dann werden sie gegen Parasiten geimpft. In der Zwischenzeit bitte täglich wiegen, ein Zettel mit Futterempfehlungen und Wiegeprotokolle wurden mir in die Hand gedrückt und der Hinweis – ach das schaffen sie schon. Zu meinem Vermieter gewandt meinte sie – und sie als Vater bauen einen Igelauslauf aus Holz, stellen eine kleine Hütte hinein und sie werden sehen, wie gut die sich entwickeln.
Meinen Vermieter habe ich noch nie so sprachlos gesehen. Er meinte dann nur noch, das er eigentlich gedacht hatte, das wir die Zwerge in sachkundige Hände abgeben. Daraufhin meinte die Igelexpertin nur, das diese Sachkenntnis gelernt wird und ihre Tochter schafft das schon. Von seiner Seite kein Dimenti!
Dann drückte sie mir die Box in die Hand und meinte, wir sehen uns zum Impftermin!!!!!
Als wir wieder im Auto  waren, meinte er nur – so meine Tochter, dann werden wir mal das Projekt „Igelhilfe“ in Angriff nehmen.
In der Zwischenzeit hat meine Vermieterin in der Nachbarschaft erzählt, das wir Waisenkinder haben.  Promt kam Hilfe. Igelhaus, Igelauslauf, Futterschüsseln und Spielzeug. Mein Vermieter hat seinen Schuppen zur Verfügung gestellt und teilt es sich nun mit den Igelzwergen.
Was mir keiner gesagt hat – Igel machen enormen Dreck  – richtige Schweinigel. Diese Arbeit bleibt bei mir!!!🤩
Und nun kommt der Hammer – meine Vermieter haben sich eine Kamera angeschafft, um das sie sehen können, ob alle auch ausreichend fressen.
Teil drei folgt!

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